Pflanzenportrait ‚Kurkuma‘

26th März 2015

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Die Kurkuma-Wurzel, mit botanischem Name Curcuma longa, ist in Indien auch als ‚Goldene Göttin‘ bekannt. Seit Jahrtausend ist sie fester Bestandteil ayurvedischer Traditionen und eine unverzichtbare Zutat unzähliger köstlicher Curries. Die Wurzel besitzt mehr als 200 phytochemische Verbindungen. Davon sind es die als Curcuminoide bekannten Farbpigmente, die ihr das charakteristische, leuchtend-lebendige Gelb verleihen.

Die Kurkuma gehört zur Familie der Ingwergewächse (Zingiberaceae) und hat sowohl mit Ingwer wie auch mit Galgant viele Gemeinsamkeiten. Dies zeigen Form und Vorhandensein der knolligen Rhizome (Wurzeln) dieser Gewächse ebenso wie die ähnliche Anbaumethode. Dennoch haben alle Familienmitglieder einen deutlich anderen Geschmack, die sich perfekt in unserem reichhaltigen, scharf-würzigen und stimulierenden Bio-Kräutertee Drei Ingwer zu einem feurigen Dreiklang vereinen.

Die Pflanze

Die Kurkumapflanze wächst bis zu einem Meter hoch. Sie hat große, längliche Blätter und unglaublich wunderbare weißgrüne Blüten. Eine einzige Pflanze kann in einer Wachstumsperiode bis zu 700 Gramm ihrer unverwechselbaren Rhizome erzeugen und enthält zwei bis fünf Prozent Curcuminoide und fünf Prozent ätherische Öle.

Die Herkunft der Pukka Kurkuma

Unsere Bio-Kurkuma wird vor allem in Karnataka und in Maharashtra angebaut, zwei benachbarten Staaten im Westen Indiens. Viele der Kurkuma-Farmer kultivieren auch Ingwer, und in manchen Gebieten wird die Kurkuma als Zwischenfrucht mit Tulsi, Zuckerrohr und Kapikacchu angebaut (Die Juckbohne, Mucuna pruriens, eine therapeutisch wirksame Hülsenfrucht, die am Zuckerrohr nach oben klettert).

Anbau & Verarbeitung

Bei einer Bevölkerung von über einer Milliarde Menschen, von denen viele täglich Kurkuma verzehren, ist der großflächige Kurkuma-Anbau ein gewohnter Anblick in der indischen Landschaft. Alleine in Indien werden hierfür rund 140.000 Hektar Land dem Kurkuma-Anbau gewidmet (ein Gebiet, das nur wenig kleiner als die der ganze Großraum Londons ist).

Die Kurkuma wie auch der verwandte Ingwer sind mehrjährige Pflanzen, die aber als einjährige Pflanzen kultiviert werden. Das heißt, dass sie jedes Jahr erneut ausgesät und geerntet werden, obwohl sie in der Erde mehrere Jahre überleben würden (ein wenig wie Kartoffeln). Sie werden mit ‚Saat-Rhizomen‘ vermehrt, die man bei jeder Ernte für den nächstjährigen Anbau beiseitelegt.

Frisch geerntete Kurkuma-Rhizome werden vor dem Trocknen und ‚Polieren‘ immer gebrüht. Dafür kocht man sie etwa 45 Minuten, um die Stärke darin zum Gelieren zu bringen. Dies soll bewirken, dass das Wurzelfleisch später gleichmäßiger trocknet, die mikrobielle Belastung verringert und der frische, erdige Geschmack abgemildert wird. Nach dem Brühen erfolgt die Trocknung. Danach werden die Rhizome in Poliertrommeln ‚poliert‘, um die raue Schale zu entfernen.

Little bit of chemistry…

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Curcuminmolekül

Die Bezeichnung ‚Curcuminoide‘ fasst drei unterschiedliche Verbindungen zusammen: Curcumin, Desmethoxycurcumin und Bisdesmethoxycurcumin. Die Kurkuma enthält mehr als 230 biologisch aktive Verbindungen. Davon gelten die Curcuminoide und die ätherischen Öle als zwei der Wichtigsten.

Die Bioverfügbarkeit von Curcumin im Körper lässt sich um das 200-fache entscheidend erhöhen, wenn die natürlichen flüchtigen Öle der Kurkuma ebenfalls verfügbar sind und ein Bestandteil des Langen Pfeffers, Piperin, mit zugefügt wird. Aus diesem Grund ergänzen wir unser Kurkuma Wholistic™-Nahrungsergänzungsmittel mit Langem Pfeffer und mit Nutrigest™ (aus Ingwer, Spirulina und nährstoffreichen Meeresalgen, in Deutschland ab 2017 erhältlich). Dies garantiert die maximale Bioverfügbarkeit der wirksamen Bio-Aktivstoffe.

Kurkuma Wholistic

Kurkuma ist eine von zehn Pflanzen, deren Extrakt Pukka in superkonzentrierter Form herstellt. Diese Wholistic-Extrakte verbinden das volle Pflanzenspektrum mit den konzentrierten fett- und wasserlöslichen Verbindungen.

Fettlösliche Pflanzenbestandteile wie Wachse, Harze und flüchtige ätherische Öle lösen sich in üblichen Lösungsmitteln wie Wasser und Alkohol nicht sehr gut. Die effektivste und umweltfreundlichste Methode um diese Verbindungen zu extrahieren besteht darin, dass Pflanzenmaterial mit komprimiertem Kohlenstoffdioxid (CO2) zu durchtränken. Dies geschieht im Rahmen eines chemischen Prozesses, der als super- oder überkritische Extraktion bekannt ist (Viele nichtbiologische Pflanzenextrakte werden unter Einsatz von Hexan gewonnen, das zwar die Fette und Öle gut löst, aber für den Menschen und die Umwelt giftig ist.)

Unsere Wholistic™-Extrakte sind eine Kombination aus Wasser- und/oder Alkoholauszügen mit dem superkritisch gewonnenen Extrakt und dem reinen Pflanzenpulver. Dies stellt sicher, dass wir das größtmögliche Spektrum der aktiven Pflanzenbestandteile in hochkonzentrierter Form gewinnen. So enthält beispielsweise unser neuer Kurkuma Wholistic™-Extrakt die zehnfache Menge an Curcuminoiden und eineinhalb Mal so viel ätherisches Öl als die gleiche Menge herkömmlicher gemahlener Kurkuma. Nur zwei Kapseln von Kurkuma Wholistic™ versorgt Sie mit 155 mg Curcumin und 50 Millilitern ätherischen Kurkuma-Ölen.

Das Diagramm zeigt eine Chromatografie-Analyse, die wir mit Hilfe der Hochleistungsdünnschichtchromatografie (HPTLC) gewonnen haben. Die erste Säule links zeigt isoliertes reines Curcumin, die mittlere Säule visualisiert die Verbindungen wie sie in reiner gemahlener Kurkuma vorliegen. Die Säule ganz rechts zeigt deutlich die dichteren und breiteren Curcuminvorkommen in unserem Kurkuma Wholistic™. Sie sind größer, heller und besser.

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Hochleistungsdünnschichtchromatografie (HPTLC)

Interessante Zahlen & Fakten:

Der Name ‚Kurkuma‘ leitet sich nach Überlieferung von ‚kurkum‘ ab, dem persisch-arabischen Wort für Safran. Im Europa des Mittelalters war die Kurkuma auch als Indischer Safran bekannt, da man sie oft als erschwinglicheren Ersatz dafür einsetzte.

Ein weiteres kleines Juwel ist die Geschichte, dass Indien mit einem Gramm täglich pro Person weltweit den höchsten Kurkuma-Verbrauch aufweist. Kurkuma verfeinert dabei meist mit anderen Gewürzen die verschiedensten Speisen. Interessant ist, dass Indien heute auch eine der besten Gesundheitsstatistiken weltweit aufweist.

Autorenporträt

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Ben Heron, Sustainable Herbs Manager

My main responsibility at Pukka is to make sure the herbs we source are Pukka – in other words, that they are grown, collected and processed in ways that meet our sustainability, quality and fair trade standards. This means that I spend a lot of time visiting and working with our suppliers, and am often behind the camera taking photos and videos for the website. With a background in plant conservation, I am passionate about driving Pukka’s vision of ‘conservation through commerce’.