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„Hallo“ schöne Haut, mit dem Supergewürz Kurkuma!

13th April 2017

Wahrscheinlich kennst du die Kurkuma bereits als typisches Gewürz der indischen und asiatischen Küche. Hier bringt sie Gerichten und vor allem Currys Aromatiefe und eine leuchtend gelbe Farbe. Die Kurkuma kann aber noch viel mehr, als nur unserem Essen einen phantastischen Geschmack verleihen. Tatsächlich wird sie in der indischen Ayurveda-Medizin schon seit mehr als 4.000 Jahren wegen ihrer Gesundheitsvorteile eingesetzt. Auch moderne wissenschaftliche Untersuchungen belegen, dass dieses bemerkenswerte Kraut wohltuend wirken kann, mit seinen entzündungshemmenden, antioxidativen, antibakteriellen, leberunterstützenden, blutverdünnenden und sogar gedächtnissteigernden Eigenschaften!


Wie also kann die Kurkuma-Wurzel unserer Haut helfen?


1.    Antioxidativ – gegen Hautalterung


Einer der Hauptgründe für die Hautalterung – einschließlich Falten – sind Freie Radikale. Sie können bei Prozessen im Körper entstehen (In den Zellen fallen sie allein durch die Energieproduktion an!) und von außen in ihn eindringen, wie durch UV-Schäden.
Um diese Schäden zu verringern, können wir unsere Haut von außen schützen, aber auch dadurch, dass wir reichlich Antioxidantien mit der Nahrung aufnehmen. Untersuchungen deuten an, dass manche der natürlichen Bestandteile von Kurkuma – insbesondere das Curcumin – besonders starke antioxidative Aktivität aufweisen [1], welche die Hautalterung direkt reduzieren könnten, einschließlich, dass sie den Feuchtigkeitsverlust verhindern und gegen Falten schützen [2].
Und nicht nur die alternde Haut könnte davon profitieren. Die antioxidative Aktivität der Kurkuma kann auch bei Hauterkrankungen wie Schuppenflechte (Psoriasis) und Weißfleckenkrankheit (Vitiligo) helfen, bei denen Schäden durch Freie Radikale eine Rolle spielen können [3, 4, 5].


2. Entzündungshemmend


Neben der Schädigung durch Freie Radikale sind auch Entzündungen eine entscheidende Ursache vieler Hautprobleme von Akne bis zu Schuppenflechte, Ekzemen und anderen Hautausschlägen. Sie verursachen die unschöne Röte und Schwellungen sowie offene Stellen und ein Wärmegefühl in den betroffenen Hautpartien. Solche Entzündungen zu lindern ist essenziell, um die Haut wieder zu beruhigen und zu heilen.
Auch hier eilt die Kurkuma wieder zur Hilfe! Eine der bekanntesten Eigenschaften dieses Krauts ist seine entzündungshemmende Aktivität, die durch zahlreiche Studien belegt ist [6, 7].


3. Leberunterstützend und blutreinigend


Ihr Einsatz als ‚Blutreinigungsmittel‘ ist eine der traditionellen Anwendungen der Kurkuma in der Kräuterheilkunde. Die moderne Forschung legt nahe, dass die Kurkuma auf mindestens zwei verschiedene Arten tatsächlich dazu beitragen könnte, Giftstoffe aus dem Blut zu entfernen.
Zum einen wird angenommen, dass die Kurkuma die Aktivität bestimmter Enzyme anregen kann, die dafür verantwortlich sind, Giftstoffe aus dem Blut zu entfernen (bekannt als Enzyme der Phase-II-Reaktionen) [3]. Zum anderen wird angenommen, dass dieses Wunderkraut den Gallenfluss aus der Gallenblase in den Verdauungstrakt anregt [8]. Die Gallenflüssigkeit hilft nicht nur bei der Nahrungsverdauung, sondern stellt auch den Hauptweg, über den die Leber fettlösliche Giftstoffe und Abfallprodukte aus dem Blut entsorgt. Sie wird dafür in der Leber hergestellt und, bereit zur Ausscheidung, in der Gallenblase gelagert. Die Kurkuma scheint diesen Prozess zu unterstützen.
Wie also trägt dieses Prinzip zu gesunder, strahlender Haut bei? Eine Anhäufung von Giftstoffen von Körper ist eine der möglichen Ursachen für Hautprobleme, inklusive fahle oder blasse Haut, Hautreaktionen wie Ausschläge und sogar verstärkte Hautalterung. In unserer heutigen Zeit sind wir weitaus mehr Chemikalien und Giftstoffen ausgesetzt, als unsere Körper natürlicherweise verarbeiten können. Sie stammen aus der Luft, aus unserer Nahrung und dem Wasser, verstecken sich in Möbeln und den Stoffen und Materialien, die wir auf der Haut tragen und in unseren Häusern einsetzen. Wir müssen den Entgiftungsprozessen unseres Körpers alle nur erdenkliche Unterstützung geben – um unsere Allgemeingesundheit und Vitalität zu fördern wie auch eine schöne, gesunde Haut.


4. Blutkreislauffördernd


Eine gute Blutzirkulation zur Haut ermöglicht es, dass Nährstoffe in die Hautzellen gelangen und Abfallprodukte aus ihnen ausgespült werden. Ein optimaler Blutkreislauf gibt unserer Haut alles, was sie braucht, um gesund zu sein und um zellblockierende Giftstoffe, die uns fahl aussehen lassen, effizient abzutransportieren.
Kurkuma kann einen gesunden Blutfluss und Blutkreislauf zur Haut unterstützen. Die darin enthaltenen Curcuminoide haben nachgewiesenermaßen ‚plättchenagreggationshemmende‘ Aktivität [9, 10]. Das heißt im Grunde, dass sie helfen können, den Blutfluss im Körper zu erleichtern. Ein Curcuminoid-haltiges Nahrungsergänzungsmittel, das Patienten im Rahmen einer klinischen Studie verabreicht wurde, erhöhte deren Mikrozirkulation [11] – den Blutkreislauf in die allerkleinsten Blutgefäße, wie die der Haut.


5. Collagenproduktionssteigernd


Collagen ist das lebenswichtige Protein, das unsere Haut und fest, geschmeidig erhält und jugendlich aussehen lässt. Dazu wird es für Heilungs- und Erneuerungsprozesse der Haut benötigt.
Auch hier kann unser Lieblings-Kraut hilfreich sein! Es ist nachgewiesen, dass Kurkuma haut- und wundheilende Eigenschaften hat, unter anderem deswegen, da es die Collagenspeicher der Haut erhöht [12]. Dies kann sich nicht nur auf die Hautalterung positiv auswirken, sondern unterstützt auch Reparatur- und Regenerationsprozesse der Haut bei Personen, die an Hautproblemen oder Hauterkrankungen leiden.


Zusammenfassung
Wie man sieht, kann die Kurkuma zahlreiche Vorteile für die Haut haben, angefangen damit, dass sie gegen Hautalterung aktiv ist, über die mögliche Klärung des Hautbilds bis zur Unterstützung von Heilungs- und Erneuerungsprozessen. Ein wahrer Alleskönner für die Haut!


Quellen

1. Ruby AJ et al.: Anti-tumour and antioxidant activity of natural curcuminoids. (Antitumor- und antioxidative Eigenschaften natürlicher Curcuminoide). Cancer Lett. 20. Juli 1995, 94(1):79-83.
2. Tundis R et al. Potential role of natural compounds against skin aging. (Potenzielle Rolle natürlicher Verbindungen gegen Hautalterung) Curr Med Chem. 2015;22(12):1515-38.
3. Thangapazham RL et al. Skin regenerative potentials of curcumin. (Hautregenerierende Eigenschaften von Curcumin). Biofactors, Jan-Feb 2013;39(1):141-9.
4. Antiga E et al. Oral Curcumin (Meriva) Is Effective as an Adjuvant Treatment and Is Able to Reduce IL-22 Serum Levels in Patients with Psoriasis Vulgaris. (Oral verabreichtes Curcumin (Meriva) ist effektiv als Behandlungsmittel bei Jugendlichen und kann den IL-Serum-Level bei Patienten mit Psoriasis Vulgaris senken). Biomed Res Int. 2015;2015:283634.
5. Becatti M et al. The involvement of Smac/DIABLO, p53, NF-kB, and MAPK pathways in apoptosis of keratinocytes from perilesional vitiligo skin: Protective effects of curcumin and capsaicin.(Die Beteiligung der Smac/DIABLO, p53, NF-κB- und MAPK-Stoffwechselpfade an der Apoptose von Keratinozyten in periläsionaler Vitiligo-Haut: Schützende Effekte von Curcumin und Capsaicin). NF Antioxidants & Redox Signaling, 1. November 2010 Nov 1;13(9):1309-21.
6. Takada Y et al. Nonsteroidal anti-inflammatory agents differ in their ability to suppress NF-kappaB activation, inhibition of expression of cyclooxygenase-2 and cyclin D1, and abrogation of tumor cell proliferation. (Nichtsteroidale antiinflammatorische Wirkstoffe unterscheiden sich in ihrer Fähigkeit, die Aktivierung von NF-κB zu unterdrücken, die Expression von Cyclooxygenase-2 und Cyclin D1 zu inhibieren und die Proliferation von Tumorzellen außer Kraft zu setzen.) Oncogene. 9. Dezember 2004;23(57):9247-58.
7. Gupta SC et al. Therapeutic roles of curcumin: lessons learned from clinical trials. (Therapeutische Bedeutung von Curcumin: Fazit aus klinischen Studien) AAPS J. Januar 2013;15(1):195-218.
8. Rasyid A, Lelo A. The effect of curcumin and placebo on human gall-bladder function: an ultrasound study. (Wirkung von Curcumin und einem Placebo auf die Funktion der menschlichen Gallenblaase: Eine Ultraschall-Studie) Aliment Pharmacol Ther. Februar 1999;13(2):245-9.
9. Maheswaraiah A et al. Anti-platelet activity of water dispersible curcuminoids in rat platelets.(Plättchenaggregationshemmende Aktivität wasserlöslicher Curcuminoide bei Ratten-Thrombozyten) Phytother Res. März 2015;29(3):450-8.
10. Shah BH et al. Inhibitory effect of curcumin, a food spice from turmeric, on platelet-activating factor- and arachidonic acid-mediated platelet aggregation through inhibition of thromboxane formation and Ca2+ signaling.(Hemmender Effekt von Curcumin, einem Lebensmittel-Gewürz aus der Kurkuma auf die durch plättchenaktivierende Faktoren und Arachidonsäure vermittelte Plättchenaggregation durch Hemmung von Thromboxanbildung und Ca2+-Signalisierung) Biochem Pharmacol. 1. Oktober 1999, 58(7):1167-72.
11. Appendino G et al. Potential role of curcumin phytosome (Meriva) in controlling the evolution of diabetic microangiopathy. A pilot study. (Potentielle Rolle von Curcumin Phytosom (Meriva) in der Steuerung der Entwicklung der diabetischen Mikroangiopathie) Panminerva Med. September 2011;53(3 Suppl 1):43-9.
12. Akbik D et al. Curcumin as a wound healing agent. (Curcumin als wundheilender Wirkstoff) Life Sci. 22. Oktober 2014;116