Back Image for Stellungnahme zum Testergebnis für den Pukka Bio-Kräutertee Drei Kamille von Stiftung Warentest

Stellungnahme zum Testergebnis für den Pukka Bio-Kräutertee Drei Kamille von Stiftung Warentest

30th März 2017

Pukka verwendet keine Kräuter, die natürlicherweise Pyrrolizidinalkaloide enthalten. Es besteht jedoch ein sehr geringes Risiko, dass Spuren von PA in unseren Tees auftauchen, wenn Unkräuter, die diese Substanzen enthalten, versehentlich bei der Ernte der Nutzpflanzen mitgeerntet werden.

Dies ist bei einer der Kamillenernten passiert, wie es die deutsche Verbraucherorganisation Stiftung Warentest in ihren Untersuchungen des Pukka Tees ‚Drei Kamille‘ festgestellt hat. Allerdings liegt der Pegel der gemessenen PA-Werte deutlich innerhalb der Richtlinien der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EBL) und des Bundesamts für Risikobewertung (BfR) und stellt für Verbraucher kein Gesundheitsrisiko dar. Beide Institutionen sind für die Herausgabe nationaler Empfehlungen bezüglich unbedenklicher PA Werte in Lebensmittel verantwortlich.

Da Unkräuter in allen landwirtschaftlichen Systemen vorkommen und Pyrrolizidinalkaloide auch über Blütenpollen und Samen verbreitet werden können, finden winzige (mikroskopische) Mengen davon dann auch ihren Weg in die meisten der häufig verzehrten Lebensmittel. Diese mikroskopisch kleinen Mengen sind es, die oft in Tests festgestellt werden. Pukka kontrolliert alle Tees äußerst streng auf PA und verfügt über Systeme und Testverfahren, um ihr potentielles Auftauchen so klein wie möglich zu halten.

Wir freuen uns, dass der Pukka Tee ‚Drei Kamille‘ bei den Tests auf andere, giftigere Substanzen besonders gut abschnitt, einschließlich bei den Untersuchungen auf Pestizidrückstände und Nikotin. Dies spiegelt unsere außergewöhnlich hohen Standards bei der ökologischen Beschaffung und Produktion wider.

Hintergrund zu Pyrrolizidinalkaloide (PA)

Pyrrolizidinalkaloide (PA) sind eine Gruppe natürlicher Pflanzenverbindungen, die in über 6.000 Pflanzenarten vorkommen, vor allem in Unkräutern. Sie dienen den Pflanzen zur Abwehr von Fressfeinden. Da Unkräuter in allen landwirtschaftlichen Systemen vorkommen und Pyrrolizidinalkaloide auch über Blütenpollen und Samen verbreitet werden können, finden winzige (mikroskopische) Mengen davon auch ihren Weg in häufig verzehrte Lebensmittel, wie Honig, Milchprodukte, Cerealien und Tees. Diese mikroskopisch kleinen Mengen sind es, die oft in Tests festgestellt werden.

PA sind unerwünschte Verbindungen, da viele davon sich in hohen Dosierungen gesundheitsschädigend auswirken können. Diese Sichtweise begründet sich allerdings auf Laborversuche an Tieren, denen über lange Zeiträume höhere Dosen verarbreicht wurden, sowie auf seltene Fälle bei Menschen, die Vergiftungen erlitten, weil sie die Pflanzen versehentlich verzehrten (vor allem Jakobs-Greiskraut und verwandte Pflanzen). Bei Personen, die normale Mengen häufig verwendeter Lebensmittel verzehrten, sind keine Beispiele für gesundheitsschädigende Auswirkungen bekannt. Neuere wissenschaftliche Untersuchungsmethoden machen es heute möglich, PA bereits in sehr kleinen Mengen festzustellen. Weil wir heute mehr über das Vorhandensein dieser Verbindungen in Lebensmitteln wissen, tauchen zunehmend Sicherheitsbedenken auf, da die Menschen natürlicherweise die damit verbundenen Risiken besser verstehen wollen.

Wir verwenden keine Kräuter, die natürlicherweise Pyrrolizidinalkaloide enthalten. Es besteht jedoch ein sehr geringes Risiko, dass Spuren von PA in unseren Tees auftauchen, wenn ein Unkraut, das diese Substanzen enthält, versehentlich bei der Ernte der Nutzpflanzen mitgeerntet wird. In einem Feld von 10.000 Nutzpflanzen würde nur ein einziges PA belastetes Unkraut genügen, um eine positive PA-Testung zu ergeben.

Pukka ist sich dieses Risikos bewusst und reagiert darauf mit einem strengen Qualitätskontrollsystem: Wir überprüfen die Pegel des PA-Gehalts in unseren Kräutern und Produkten regelmäßig, um sicherzustellen, dass er sich deutlich innerhalb nationaler Sicherheitsrichtlinien bewegt und kein Risiko für den Verbraucher darstellt. Unser äußerst erfahrenes Beschaffungsteam arbeitet eng mit unseren Lieferanten zusammen, um das Risiko der Kontamination durch Unkräuter im Feld zu minimieren. Sie folgen dabei den GACP-Richtlinien (Gute Praxis für die Sammlung und den Anbau von Arzneipflanzen).

 

Fragen & Antworten

Was sind Pyrrolizidinalkaloide (PA)?

Pyrrolizidinalkaloide (PA) sind eine Gruppe natürlicher Pflanzenverbindungen, die weltweit in über 6.000 Pflanzenarten vorkommen, vor allem in Unkräutern. Sie dienen den Pflanzen zur Abwehr von Fressfeinden. Da Unkräuter in allen landwirtschaftlichen Systemen vorkommen und Pyrrolizidinalkaloide auch über Blütenpollen und Samen verbreitet werden können, finden winzige (mikroskopische) Mengen davon auch ihren Weg in häufig verzehrte Lebensmittel, wie Honig, Kräuter, Milchprodukte, Getreide-Produkten und Tees.

Sind Pyrrolizidinalkaloide giftig?

Ja – aber nicht alle. Es gibt zwei Arten von Pyrrolizidinalkaloide: ungesättigte und gesättigte. Die ungesättigten PA wirken hepatotoxisch, d.h. leberschädigend. Dieser PA-Typ ist eine unerwünschte Verbindung, da er in hohen Dosierungen gesundheitsschädigend wirken kann. Diese Sichtweise begründet sich allerdings auf Laborversuchen an Tieren, denen über lange Zeiträume höhere Dosen verarbreicht wurden, sowie auf seltene Fälle bei Menschen, die Vergiftungen erlitten, weil sie die Pflanzen versehentlich verzehrten (vor allem Jakobs-Greiskraut und verwandte Pflanzen). Bei Personen, die normale Mengen häufig verwendeter Lebensmittel verzehrten, sind keine Beispiele für gesundheitsschädigende Auswirkungen bekannt.

Verwendet Pukka in seinen Tees oder Nahrungsergänzungsmitteln Pflanzen, die Pyrrolizidinalkaloide enthalten?

Nein. Pukka verwendet keine Pflanzen, die natürlicherweise PA enthalten. Es ist jedoch nicht auszuschließen, dass einige der Pflanzenarten, die PA enthalten, als Unkräuter in den gleichen Feldern wachsen, von denen unsere Kräuter geerntet werden. Ökologischen Landbau zu betreiben heißt, dass wir keine chemischen Unkrautvernichtungsmittel (Herbizide) verwenden. Wir arbeiten vielmehr mit integrierten Unkrautmanagementplanen, um ihr Auftreten zu minimieren und auszuschließen. Da Pflanzen, die PA enthalten, in der Natur überall vorkommen, besteht jedoch eine sehr geringe Chance, dass sehr geringe Mengen an Pyrrolizidinalkaloide in einigen unserer Tees und Nahrungsergänzungsmittel festgestellt werden könnten. Selbst von Bienen verbreitete Pollenpartikel können ausreichen, um ein positives PA-Ergebnis zu verursachen, jedoch nicht in einem für Menschen gesundheitsschädlichen Maße.

Enthalten einige der Pukka Tees PA? Und wenn ja, kann man sie gefahrlos trinken?

Im März 2017 veröffentlichte die deutsche Verbraucherorganisation Stiftung Warentest die Ergebnisse von PA-Tests bei verschiedenen Kamillentees. Die Ergebnisse zeigten, dass Pukkas Kräutertee ‚Drei Kamille’ Spuren von PA enthielt. Kamille selbst enthält keine PA, womit diese Rückstände wahrscheinlich durch ein Unkraut in einer großen Ernte oder durch Pollenpartikel einer Biene verursacht wurden. Die Menge an Pyrrolizidinalkaloiden ist jedoch so gering, dass sie für Verbraucher kein Risiko darstellt.

Welche Maßnahmen ergreift Pukka, um sicherzustellen, dass zukünftig keine Pyrrolizidinalkaloide in den Pukka Tees auftauchen?

Um sicherzustellen, dass diese Verbindungen nicht bis in unsere Kräutertees und Nahrungsergänzungsmittel vordringen, hat Pukka ein äußerst strenges PA-Überprüfungsverfahren für die vielen Pflanzenarten eingeführt, die wir einkaufen. Unser äußerst erfahrenes Beschaffungsteam arbeitet eng mit unseren Lieferanten zusammen, um das Risiko der Kontamination durch Unkräuter im Feld zu minimieren. Sie folgen dabei den GACP-Richtlinien (Gute Praxis für die Sammlung und den Anbau von Arzneipflanzen).